direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Lehr- und Forschungsgebiet Stadt- und Raumsoziologie

 

Stadt- und Raumsoziologie: Die Stadt- und Raumsoziologie thematisiert den Zusammenhang zwischen Gesellschaft und Raum. Viele klassische soziologische Ansätze sind nicht zuletzt in der Auseinandersetzung mit den modernen, großstädtischen sozialen Verhältnissen entstanden. Gleichzeitig ist Gesellschaft nicht mit Stadt gleichzusetzen. Die Stadtsoziologie fragt immer schon danach, inwiefern Städte besondere Formen des Sozialen darstellen und hervorbringen. Mit dieser Frage verbunden ist die nach dem Verhältnis von sozialen und materiellen Verhältnissen – eine der Grundfragen soziologischer Raumtheorie. Denn Städte gehen als soziologische Untersuchungsgegenstände mit einer Besonderheit einher: Wie andere Untersuchungsgegenstände der Soziologie, etwa Berufe und Normen, sind sie zwar ein soziales Phänomen, aber sie sind zugleich immer räumliche Form. Raum ist dementsprechend nichts „natürlich“ Gegebenes, sondern etwas Soziales, von Menschen immer wieder neu Auszuhandelndes und Herzustellendes.

Gastprofessur Ungleichheit, Politik und Raum (Johanna Hoerning): Räume treten uns als etwas Gegebenes entgegen, sind aber immer bereits Ergebnis machtvoller Herstellungsprozesse, wie auch der Infragestellung durch marginalisierte soziale Gruppen bzw. der alltäglichen Veränderung. Die Gastprofessur beschäftigt sich mit der ungleichen Herstellung von Raum, den Zugangs- und Aneignungsmöglichkeiten sowie der politischen Aus- und Verhandlung darüber

Gastprofessur Raum (Gunter Weidenhaus): Die Vorstellungen von Raum, wie sie sich in der Alltagwelt, Wissenschaft, Architektur oder Kunst artikulieren, haben sich Ende des 20. Jahrhunderts grundlegend verändert. Das Fachgebiet thematisiert den Zusammenhang von Raum und Gesellschaft vor allem im Rahmen kultur- und wissenssoziologischer Zugänge.
Die Forschungsspraxis des Fachgebietes „Raumsoziologie“ konzentriert sich auf kultur- und wissenssoziologische Grundlagenforschung sowie auf die vielfältige empirische Erprobung der so gewonnenen Konzepte von den Bereichen Biographie bis hin zu Globalisierung.
Im Rahmen der Lehre werden die Fachgebiete "Planungs- und Architektursoziologie" sowie das Lehrgebiet "Stadt- und Regionalsoziologie"  unterstützt.

Außerplanmäßige Professur Raum-, Wissens- und Kommunikationssoziologie (Gabriela Christmann): Raumvorstellungen und geplante Raumgestaltungen werden in hohem Maße kommunikativ verhandelt, und dies vielfach in breiten Öffentlichkeiten. Das Fachgebiet beschäftigt sich mit der kommunikativen und diskursiven Konstruktion von Räumen. Es werden kommunikative Prozesse in Akteursgruppen, Netzwerken und öffentlichen Diskursen beleuchtet, die sich auf räumliche Transformationen beziehen. Besonders werden Aushandlungsprozesse betrachtet, in denen bestimmte Raumvorstellungen entstehen, vermittelt und anschlussfähig gemacht werden, oder in denen sie blockiert, abgelehnt bzw. verhindert werden. 

Das Forschungskolloquium des Lehrgebietes Stadt- und Raumsoziologie findet mittwochs von 16-18 Uhr am Institut für Soziologie, FH 918 statt. Gäste sind herzlich willkommen.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe