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Ausgewählte Publikationen

suburban Band 4, Heft 2/3 (2016)

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In unserem 10. Heft reflektieren wir über die ‚Bedingungen kritischer Wissensproduktion‘. Der Themenschwerpunkt erweitert unseren Fokus auf Stadt hin zur Stadtforschung und berücksichtigt insbesondere vier Themen: (1) Was ist Kritik, welche akademischen wie außerakademischen Positionierungen sind erkennbar? (2) Wie und unter welchen Arbeits- und Produktionsbedingungen ist kritische Wis­sen­schaft möglich? (3) Welche Freiräume für kritische Lehre gibt es? (4) Was kann kritisches Publizieren unter heutigen Be­ding­ungen heißen?

»Megastädte« zwischen Begriff und Wirklichkeit

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»Megastädte« stehen seit geraumer Zeit im Fokus medialer und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Welche qualitativen Besonderheiten mit der Größe wirklich einhergehen, ist jedoch unklar. In Auseinandersetzung mit dieser Frage knüpft Johanna Hoerning an klassische soziologische Analysen ebenso wie an aktuelle Debatten kritisch an. Die vergleichende Untersuchung fußt auf einem raumtheoretischen Verständnis von Städten, das den Fragmentierungsbegriff als heuristisches Konzept der Stadtanalyse einführt sowie Strukturen und Praktiken der alltäglichen Stadterfahrung miteinander verbindet. Der empirische Fokus auf Brasilien erweitert dabei zugleich den euro-amerikanischen Rahmen wissenschaftlicher Erkenntnisproduktion.

Social Entrepeneurship

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Obwohl soziale Innovationsfähigkeit in den letzten Jahren zunehmend zum Thema in politischen und wissenschaftlichen Diskussionen geworden ist, wurde ihr Potenzial für die Raumentwicklung bisher kaum ergründet. Gesellschaftliche Ungleichgewichte und sozialräumliche Disparitäten verlangen jedoch im Angesicht der Folgen der Globalisierung und des sozialstaatlichen Rückzugs nach neuen Lösungsmodellen. So werden auch in Industriestaaten vermehrt Hoffnungen auf Menschen gesetzt, die sich als ‚Social Entrepreneurs’ der Lösung sozialer Aufgaben mit innovativen Ansätzen und unternehmerischen Mitteln zuwenden. Die Autoren beleuchten mit einer auf den Raum bezogenen Perspektive spezifische Problemlagen, diskutieren förder- und entwicklungspolitische Rahmenbedingungen, skizzieren den gegenwärtigen Erkenntnisstand, stellen Praxisbeispiele vor und zeigen weitere Forschungsbedarfe mit dem Fokus auf Deutschland auf.

Robert E. Park

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Robert Ezra Park (1864–1944) gilt als der Begründer der empirischen Stadtsoziologie und der humanökologischen Forschungsrichtung an der Universität Chicago (»Chicagoer Schule für Soziologie«). Gabriela Christmann führt in das Leben, das Werk und in die Wirkung des Soziologen ein und skizziert die ihn prägenden Einflüsse. Sie stellt Parks Hauptwerke vor und zeigt, dass sein Interesse den kulturellen Wissens- und Lebensformen in der modernen Gesellschaft galt.

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